FRANKFURT, Deutschland, 28. Mai 2026 /PRNewswire/ -- SeRo Systems, ein führendes Unternehmen im Bereich der Sicherheits- und Überwachungslösungen für den Luftverkehr, gab heute bekannt, dass es von EUROCONTROL einen Auftrag für seine GRX-Ein- und Mehrbandempfänger der nächsten Generation für den Einsatz in ganz Europa erhalten hat. Die Auslieferungen wurden im Januar und April 2026 erfolgreich abgeschlossen. Die letzte Lieferung ist für Juni geplant, womit sich die Gesamtzahl der Empfänger auf 120 erhöht.

Nach einem wettbewerbsorientierten Ausschreibungsverfahren wurde SeRo ausgewählt, die nächste Generation seiner GRX-Empfängerserie zu liefern, die für die L-Band-Spektrumsanalyse mit erweiterten Funktionen für die Überwachung der Frequenzbänder 1030/1090 MHz optimiert ist. Nach ihrem Einsatz werden die Sensoren das bestehende Überwachungsnetz von EUROCONTROL in ganz Europa erweitern und eine breitere geografische Abdeckung sowie einen tieferen Einblick in kritische Überwachungsfrequenzen ermöglichen.
„Wir fühlen uns geehrt, unsere Partnerschaft mit EUROCONTROL fortzusetzen, indem wir unser neues GRX-Empfängerdesign liefern, das erhebliche Verbesserungen beim Signalempfang und der Analyseleistung bietet", sagte Dr. Matthias Schäfer, Geschäftsführer von SeRo Systems. „Anhaltende Frequenzüberlastung und Anomalien bei der Implementierung von Luftverkehrsüberwachungssystemen erhöhen die Nachfrage nach RF-Überwachungssystemen, die in komplexen und überlasteten Umgebungen zuverlässig arbeiten. SeRo liefert Lösungen, die die Fähigkeit zur Beobachtung, Analyse und Reaktion auf GPS-Störungen und Spoofing verbessern und ANSPs und Regulierungsbehörden die nötigen Erkenntnisse zum Schutz kritischer Infrastrukturen liefern."
Dieser Vertrag erweitert die mehrjährige Partnerschaft von SeRo mit EUROCONTROL, die den Schutz des 1030/1090-MHz-Spektrums unterstützt. Dazu gehört der laufende Betrieb der EMIT-Plattform, eines Systems, das derzeit bis zu 5 Milliarden Signale pro Tag verarbeitet, sowie das EUROCONTROL-Projekt ESIT (Simulator of Surveillance Interrogators and Transponders), das kritische Transponderauslastungsprognosen und -analysen für die europäische Luftraumplanung liefert.
Informationen zu SeRo Systems
SeRo Systems mit Hauptsitz in Frankfurt am Main bietet Technologie und technisches Know-how zur Überwachung und Gewährleistung der Sicherheit von Flugsicherungs- und Überwachungsdiensten sowie zur Durchsetzung der Einhaltung von Frequenzen und Vorschriften. Die Lösungen von SeRo unterstützen Flugsicherungsorganisationen, Luftfahrtbehörden sowie Regulierungsstellen in Europa und darüber hinaus. Das Unternehmen ist nach ISO 9001:2015 und ISO 27001:2022 zertifiziert und belegt damit sein Engagement für Qualitätsmanagement sowie Informationssicherheit.
Weitere Informationen über SeRo Systems und seine Überwachungslösungen finden Sie unter www.sero-systems.de.
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Wie stark der Verkehr in einer Stadt stockt, hängt weit weniger allein von der Leistungsfähigkeit des Strassennetzes ab als bislang angenommen. Eine Studie der ETH Zürich und der University of Wisconsin, veröffentlicht in der Fachzeitschrift «Nature Communications», zeigt: Entscheidend ist, wie Wohn-, Arbeits- und Freizeitquartiere räumlich angeordnet sind. Die Forschenden um den Geoinformatiker Yatao Zhang haben 30 Grossstädte weltweit – von Singapur bis Zürich – miteinander verglichen und dabei nicht nur Knotenpunkte und Verkehrsströme auf Strassen, sondern auch Bebauungsdichte, Quartiersstrukturen, Grünflächen und die Nutzung von Flächen für Wohnen, Einkauf, Sport, Verwaltung oder Bildung ausgewertet.
Für ihre Analyse griffen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf Staudaten des niederländischen Unternehmens Here Technologies zurück, das Bewegungsdaten von Fahrzeugen im Fünf-Minuten-Takt erfasst. Mit einer eigens entwickelten Methode konnten sie die wechselseitige Beeinflussung von Stadtmerkmalen und Verkehr über die Zeit hinweg beschreiben und erstmals robuste Ursache-Wirkung-Beziehungen identifizieren. Demnach führt etwa eine zersiedelte Stadtstruktur tendenziell zu mehr Verkehr, weil Distanzen länger werden und Alltagswege häufiger mit dem Auto zurückgelegt werden. Umgekehrt kann eine Mischnutzung von Wohnen und Arbeiten die Pendlerstrecken verkürzen und das Verkehrsaufkommen senken.
Die Befunde lassen sich konkret illustrieren: Ballungen von Freizeit- und Einkaufsangeboten in einzelnen Quartieren erhöhen den Wochenendverkehr, etwa durch Sportanlagen oder grosse Einkaufszentren. In Singapur etwa verstärkt die räumliche Trennung von grossen Wohngebieten und einem Dienstleistungszentrum die Kopplung zwischen Städtebau und Pendlerströmen deutlich. In Zürich ist dieser Zusammenhang laut Studie weniger ausgeprägt. «Verkehr entsteht durch das, was Menschen tun, nicht allein durch die Existenz von Strassen», fasst Erstautor Zhang die Ergebnisse zusammen.
Aus Sicht der Forschenden könnte die neue Methode mittelfristig die Stadt- und Verkehrsplanung beeinflussen. Werden die Erkenntnisse mit Detailstudien einzelner Städte kombiniert, lassen sich Szenarien simulieren: So kann etwa abgeschätzt werden, wie sich der Ausbau eines S-Bahn-Netzes auf Wohnungsbau in der Agglomeration auswirkt – und umgekehrt, wie ein rascher Anstieg von Neubauten in Vororten den Bedarf an zusätzlicher Verkehrsinfrastruktur nach sich zieht. Angesichts immer komplexerer Städte und wachsender Belastung der Verkehrssysteme sehen die Autorinnen und Autoren ein zentrales Ziel darin, Mobilität und Stadtentwicklung gemeinsam zu denken, um urbane Zentren nachhaltiger gestalten zu können.