Milliardenkosten für Verbrenner-Strategie belasten Porsche-Bilanz

12.03.2026


Der Sportwagenbauer Porsche hat im Geschäftsjahr 2025 einen drastischen Gewinneinbruch verzeichnet. Das Ergebnis nach Steuern brach im Vergleich zum Vorjahr um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen mitteilte. Im Jahr 2024 hatte der Dax-Konzern aus Stuttgart noch einen Gewinn von fast 3,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Hauptgrund für den deutlichen Rückgang sind die Milliardenkosten, die durch die Rückbesinnung auf Verbrennermotoren entstanden sind. Die sogenannte Verbrenner-Verlängerung hat den Gewinn des Unternehmens größtenteils aufgezehrt. Diese strategische Neuausrichtung wurde unter dem ehemaligen Porsche-Chef Oliver Blume vorangetrieben, der die Produktpalette umgekrempelt hatte.

Neben dem Gewinnrückgang verzeichnete Porsche auch einen Umsatzrückgang im vergangenen Jahr. Der Umsatz sank um fast ein Zehntel auf rund 36,3 Milliarden Euro. Die kombinierte Wirkung von sinkenden Umsätzen und hohen Investitionskosten führte zu der geschwächten finanziellen Performance des Sportwagenherstellers.

Die Entwicklung bei Porsche zeigt die Herausforderungen, vor denen traditionelle Automobilhersteller bei der Umstellung ihrer Produktionsstrategien stehen. Während das Unternehmen versucht, durch eine verstärkte Fokussierung auf Verbrennermotoren wieder Schub zu gewinnen, belasten die damit verbundenen Investitionen die aktuelle Bilanz erheblich. Die Zahlen für 2025 markieren einen deutlichen Kontrast zu den starken Ergebnissen des Vorjahres.

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Nach Konsultationsverfahren: Bichsel fokussiert auf Home-Care-Dienstleistungen

13.03.2026


Die Galenica-Tochtergesellschaft Bichsel stellt ihre defizitäre pharmazeutische Produktion bis Ende 2026 ein und richtet ihr Geschäft künftig auf Home-Care-Dienstleistungen aus. Nach Abschluss des gesetzlich vorgesehenen Konsultationsverfahrens mit der Mitarbeitendenvertretung bestätigte der Verwaltungsrat, dass ein wirtschaftlich tragfähiger Weiterbetrieb der Produktionssparte nicht möglich sei. Trotz kontinuierlicher Investitionen liessen sich die bestehenden Anlagen und Gebäude laut Unternehmen nicht mehr aufrechterhalten.

Im Zuge der Neuausrichtung reduziert Bichsel seinen Stellenabbau leicht: Statt der ursprünglich angekündigten 170 Stellen sollen nun 152 Arbeitsplätze wegfallen. In den kommenden Wochen wird geprüft, wie viele der betroffenen Mitarbeitenden innerhalb des Galenica-Netzwerks weiterbeschäftigt werden können. Die Mitarbeitenden sollen in den nächsten Tagen individuell über ihre persönliche Situation informiert werden.

Für die von der Schliessung betroffenen Beschäftigten hat das Unternehmen einen ausgebauten Sozialplan aufgelegt. Dieser berücksichtigt Faktoren wie Alter und Dienstjahre und enthält eine Härtefallregelung. Zudem unterstützt Bichsel die Mitarbeitenden bei der beruflichen Neuorientierung. Nach Unternehmensangaben sind die konstruktiven Vorschläge der Mitarbeitendenvertretung in die Ausgestaltung des Sozialplans eingeflossen und haben dessen Gestaltung massgeblich geprägt.

Auf der Kundenseite will Bichsel die Versorgungssicherheit im Übergang gewährleisten. Das Unternehmen plant, die Belieferung mit den wichtigsten Produkten bis Ende 2026 sicherzustellen, während parallel der Fokus auf den Ausbau der Home-Care-Dienstleistungen gelegt wird. Damit reagiert die Galenica-Gruppe auf die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen in der Produktion und setzt verstärkt auf Bereiche, in denen sie mittel- bis langfristig grössere Chancen sieht.