Immobilientransaktion mit Infracore verschafft See-Spital Spielraum für Investitionen

01.04.2026


Das See-Spital in Horgen reorganisiert seine Finanzierung mit einem Sale-and-Lease-Back-Geschäft: Die Liegenschaft am Standort Horgen – Gebäude und Grundstück – wird an die auf Spitalimmobilien spezialisierte Infracore SA veräussert und im Rahmen eines langfristigen Mietvertrags zurückgemietet. Die von der an der SIX kotierten Beteiligungsgesellschaft Aevis Victoria kontrollierte Infracore wird damit neue Eigentümerin der Infrastruktur, während das See-Spital die bestehenden Flächen unverändert weiter nutzt.

Im Zentrum der Transaktion steht die Refinanzierung einer ausstehenden Anleihe des See-Spitals über 100 Millionen Franken, die am 3. Juli 2026 zur Rückzahlung fällig wird. Die Obligation war vor acht Jahren zur Finanzierung eines Neubaus aufgenommen worden. Durch den Verkauf der Liegenschaft und den anschliessenden Rückmietvertrag schafft das Spital nach eigenen Angaben eine solide Basis für die Ablösung der fälligen Schuld und stärkt seine finanzielle Basis.

Mit Infracore holt sich das See-Spital eine Partnerin mit ausgewiesener Erfahrung im Schweizer Spitalimmobilienmarkt an Bord. Das Portfolio des Immobilienunternehmens umfasst rund 47 Liegenschaften an 19 Standorten, darunter die Privatklinik Bethanien in Zürich und das Spital Zofingen. Der langfristige Mietvertrag soll den Spitalbetrieb in Horgen nachhaltig absichern; die medizinischen Leistungen können auf der bestehenden Infrastruktur aufbauen, während immobilienbezogene Aufgaben bei Infracore gebündelt werden.

Strategisch eröffnet die Transaktion dem See-Spital zusätzlichen Spielraum: Durch die Freisetzung von gebundenem Kapital sollen Mittel für den Ausbau des medizinischen Angebots, Investitionen in medizintechnische Ausstattung und die weitere Digitalisierung bereitgestellt werden. Im Unterschied zu anderen Häusern im Kanton Zürich, die mit deutlich schwierigeren Refinanzierungsbedingungen konfrontiert sind, setzt das See-Spital damit frühzeitig auf eine strukturelle Lösung über den Immobilienmarkt, um seine langfristige Ausrichtung als Gesundheitscampus zu festigen.

Other news

Pilatus punktet in Jakarta: PC-24 setzt sich als Trainings- und Transportjet durch

01.04.2026


Der Schweizer Flugzeugbauer Pilatus hat einen bedeutenden Militärauftrag aus Indonesien an Land gezogen. Das Verteidigungsministerium des südostasiatischen Inselstaats bestellt insgesamt zwölf PC-24-Jets für die Luftwaffe, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Vertragspartner auf indonesischer Seite ist der Rüstungsspezialist PT E-System Solutions Indonesia. Finanzielle Details zum Volumen des Geschäfts wurden nicht veröffentlicht.

Die PC-24-Flotte soll bei der indonesischen Luftwaffe vor allem der Ausbildung von Transportpiloten dienen und zugleich für Lufttransport- sowie Verbindungsmissionen eingesetzt werden. Im Lieferumfang enthalten sind bodengestützte Ausbildungsanlagen, Ersatzteile, Bodenausrüstung sowie technische Unterstützung, um einen effizienten Betrieb und Unterhalt der Jets sicherzustellen. Der Vertrag umfasst zudem Optionen für weitere Flugzeuge.

Technisch setzt Indonesien auf die speziellen Eigenschaften des als "Super Versatile Jet" vermarkteten PC-24. Das Flugzeug ist für den Einpilotenbetrieb zertifiziert, verfügt über eine Standardfrachttür und kann auf unbefestigten Pisten starten und landen. Diese Flexibilität gilt als zentraler Faktor für den Einsatz in dem aus mehr als 17'000 Inseln bestehenden Staat, in dem viele Regionen nur über kurze oder improvisierte Landebahnen erreichbar sind.

Parallel zur Bestellung der PC-24 unterzeichneten Pilatus und die indonesische Seite eine Absichtserklärung über die mögliche Lieferung von 24 PC-21-Trainingsflugzeugen. Auch dieses potenzielle Paket würde Ausbildungsinfrastruktur am Boden, Ersatzteile, Bodenausrüstung und technischen Support umfassen. Für Pilatus markiert der jetzt vereinbarte PC-24-Auftrag einen wichtigen Schritt beim Ausbau der Präsenz in Südostasien. Unternehmenschef Markus Bucher sprach in diesem Zusammenhang von einem Vertrauensbeweis und kündigte an, die reibungslose Einführung der neuen Flotte in Indonesien zur obersten Priorität zu machen.