
Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat ihre IT-Infrastruktur umfassend modernisiert und setzt dabei auf eine Hybrid-Cloud-Lösung von Hitachi Vantara. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer IT-Dienstleister Sonio AG implementierte die Hochschule eine integrierte Architektur für Block- und Objektspeicher, die lokale Systeme und Cloud-Dienste verbindet. Ziel ist es, den stetig wachsenden Anforderungen an Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit von Daten gerecht zu werden und die Resilienz gegenüber Cyber-Bedrohungen deutlich zu erhöhen.
Als eine der größten Fachhochschulen der Schweiz mit mehr als 14.000 Studierenden, 3.200 Mitarbeitenden und 57 Bachelor- und Masterstudiengängen ist die FHNW auf einen zuverlässigen Zugriff auf ihre IT-Ressourcen angewiesen. Die neue Dateninfrastruktur schützt nach Angaben der Hochschule mehr als 1.100 virtuelle Maschinen, rund 350 Terabyte an Daten sowie über 150 Terabyte an M365-Cloud-Daten. Mit der Kombination aus Veeam Backup & Recovery und Block-Storage-Arrays der Hitachi Virtual Storage Platform profitiert die FHNW von bis zu viermal schnelleren Backup-Übertragungen.
Ein zentrales Motiv für das Projekt war die Beschleunigung von Wiederherstellungsprozessen nach Datenverlusten oder Cybervorfällen. Ransomware-resistente Recovery-Vorgänge, die früher Tage in Anspruch nahmen, lassen sich nun innerhalb von Minuten abschließen. „Die Wiederherstellung gelöschter Daten war früher ein langwieriger, manueller Prozess, gebunden an kurze Aufbewahrungszeiten auf der Festplatte“, sagt Patrick Gebhard, System Engineer Data Center an der FHNW. Die frühere Methode zum Kopieren von Wiederherstellungspunkten habe sich als ineffizient erwiesen.
Mit der neuen Lösung kann die Hochschule nach eigenen Angaben die passenden Daten während interaktiver Support-Sitzungen innerhalb von Minuten bereitstellen. Der Ablauf sei schneller und reibungsloser geworden, was die Servicequalität und die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer spürbar verbessere. Die modernisierte, cyberresiliente Speicherarchitektur bildet damit das Rückgrat für Lehre, Forschung und Verwaltung an der FHNW und soll die Hochschule langfristig gegen Ausfälle und Angriffe absichern.

Das Weltklima driftet nach Einschätzung der Vereinten Nationen so stark aus dem Gleichgewicht wie nie zuvor. Die Weltwetterorganisation (WMO), eine Sonderorganisation der UNO, dokumentiert in ihrem jüngsten Bericht zum Zustand des globalen Klimas ein rasant wachsendes Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und -abgabe der Erde. Demnach jagt bei den zentralen Klimaindikatoren ein Negativrekord den nächsten: Die Temperaturen steigen weiter, die Ozeane heizen sich auf, Eis- und Gletscherflächen gehen zurück, und die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre nimmt weiter zu.
Erstmals führt die WMO das Energieungleichgewicht der Erde als einen ihrer zentralen Klimaindikatoren. In einem stabilen Klimasystem hält sich die von der Sonne eingestrahlte Energie mit der von der Erde wieder abgegebenen Energie weitgehend die Waage. Dieses Gleichgewicht sei jedoch zunehmend gestört, heißt es in dem Bericht. Steigende Konzentrationen von Kohlendioxid, Methan und Lachgas in der Atmosphäre führten zu einer anhaltenden Erwärmung der Luft- und Meeresmassen sowie zur beschleunigten Eisschmelze. Seit Beginn der systematischen Beobachtungen in den 1960er-Jahren habe sich das Ungleichgewicht verstärkt, besonders deutlich in den vergangenen zwei Jahrzehnten, und 2025 einen neuen Höchststand erreicht.
Die WMO bestätigt zugleich, dass sich der Erwärmungstrend in den vergangenen Jahren weiter verfestigt hat. Das zurückliegende Jahr war demnach das zweit- oder drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen; die globale Durchschnittstemperatur lag rund 1,43 Grad Celsius über dem Niveau der vorindustriellen Zeit (Referenzperiode 1850 bis 1900) und damit knapp unter der im Pariser Abkommen verankerten 1,5-Grad-Schwelle. Die Jahre 2015 bis 2025 werden in dem Bericht als die elf wärmsten seit Beginn systematischer Messungen geführt. Nach Darstellung der WMO vollziehen sich die einschneidenden Veränderungen zwar innerhalb weniger Jahrzehnte, ihre Folgen dürften jedoch über Hunderte, möglicherweise Tausende von Jahren spürbar bleiben.
UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete den Zustand des Weltklimas anlässlich der Veröffentlichung des Berichts als Notstand und warnte, der Planet werde „an seine Grenzen gebracht“. Die stellvertretende WMO-Chefin Ko Barrett erklärte, es lasse sich nicht bestreiten, dass sich die zentralen Indikatoren in eine Richtung bewegten, die wenig Anlass zu Hoffnung gebe. WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo betonte, menschliche Aktivitäten störten das natürliche Gleichgewicht des Klimasystems zunehmend; die Welt werde mit den Konsequenzen über sehr lange Zeiträume leben müssen. Konkrete neue politische Maßnahmen oder zusätzliche Zusagen zur Emissionsminderung gingen aus den vorliegenden Passagen des Berichts nicht hervor.