SYDNEY, 28. September 2026 /PRNewswire/ -- Die Cosmovision Global Corporation hat den geplanten Startplatz für die Trägerrakete Zenit-Australia von Queensland in das Northern Territory verlegt und das Zulassungsverfahren für die Trägerrakete sowie den Startplatz bei der Australian Space Agency wieder aufgenommen. Die Lizenzierung wurde aufgrund des Krieges in der Ukraine und anderer Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben, ausgesetzt.
Cosmovision Global beauftragte das ukrainische Unternehmen Yuzhmash mit dem Bau der nächsten Generation der modernsten postsowjetischen Trägerrakete Zenit in Australien sowie mit deren Start von Australien aus. Bei der Herstellung kommen fortschrittliche Fertigungstechnologien und Materialien zum Einsatz. In Russland hergestellten Bauteile werden nicht verwendet. Zenit-Australia wird Raketentriebwerke verwenden, die zu jener Triebwerksfamilie gehören, welche für das „Single-to-Orbit"-Projekt DC-X2 in Betracht gezogen wurde, und die einen Schub von über 80 Tonnen liefern Die Motoren werden in Australien hergestellt. Die Zenit-Australia nutzt umweltfreundliche Treibstoffe und wird schnelle und sichere automatisierte Startvorgänge durchführen. Das Projekt wird kommerziell finanziert.
Das ukrainische Unternehmen Yuzhmash liefert Technologien und einige Komponenten für Zenit-Australia. Es ist seit 75 Jahren in der Raketentechnik tätig und hat vier Generationen von Interkontinentalraketen und Trägerraketen gebaut. Zu Sowjetzeiten war es das größte Raketenwerk der Welt und das Hauptarsenal der sowjetischen strategischen Raketentruppen. Yuzhmash kann auf über 700 erfolgreiche Starts zurückblicken und ist das einzige Unternehmen weltweit, das Raketenstufen in die ESA-Länder und in die USA exportiert.
Die Cosmovision Global Corporation ist ein australisches Unternehmen, das 2019 gegründet wurde, um die „Zenit"-Startaktivitäten nach Australien zu verlagern.
Die Zenit--Trägerrakete war ein Rückgrat des Sea-Launch-Projekts. Sie vereint 70 Jahre Fortschritt in der Raketenwissenschaft und ist nach wie vor die technologisch fortschrittlichste Trägerrakete der Welt. Sie wird im Werk montiert und zum Weltraumbahnhof transportiert, der Tausende von Meilen entfernt sein kann, wo sie geprüft, zur Startrampe gerollt, betankt und gestartet wird. Vom Verlassen der Abnahmehalle bis zum Start in den Weltraum vergehen nur wenige Stunden, und zur Steuerung der automatisierten Startvorgänge ist lediglich eine kleine Besatzung erforderlich. Zenit kann 15 Tonnen Nutzlast in die niedrige Erdumlaufbahn und 4,5 Tonnen in die geotransitionale Umlaufbahn befördern. Ihre Konstruktion, Produktion und Startvorgänge werden Australien an die Spitze der Raumfahrtnationen katapultieren.
Kontaktieren Sie Cosmovision GlobalCorporation per E-Mail unter media@cosmovision.com.au
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Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.
Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.
Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.
Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.