Von ZPMC errichtete Infrastruktur unterstützt Chinas erstes Offshore-Windkraftprojekt, bei dem 18-MW-Turbinen in großem Maßstab zum Einsatz kommen

11.10.2026

SHANGHAI, 11. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Das 2-GW-Offshore-Windkraftprojekt „Fanshi" der China General Nuclear Power Group (CGN) vor der Küste von Yangjiang in der Provinz Guangdong hat den Vollbetrieb aufgenommen und ist damit Chinas erstes Projekt, bei dem 18-MW-Offshore-Windkraftanlagen in großem Maßstab zum Einsatz kommen. ZPMC errichtete für das Projekt zwei Offshore-Umspannwerke und eine Blindleistungskompensationsanlage, darunter Chinas erste 500-kV-Zwischen-Blindleistungskompensations sstation für einen Offshore-Windpark.

Der Windpark Fanshi besteht aus zwei 1-GW-Anlagen, deren am weitesten entfernte Windkraftanlagen 81 Kilometer vor der Küste in Gewässern mit einer Tiefe von bis zu 53 Metern stehen. Das Projekt umfasst 131 Windkraftanlagen, darunter 33 mit einer Nennleistung von 18 MW – die bislang größten Offshore-Windkraftanlagen, die in China in großem Maßstab zum Einsatz kommen.

Die 500-kV-Zwischenstation zur Blindleistungskompensation von ZPMC spielt eine entscheidende Rolle bei der Gewährleistung einer stabilen Fernübertragung von Strom vom Offshore-Windpark in das Onshore-Netz. Die Station trägt dazu bei, die technischen Herausforderungen bei der Übertragung großer Mengen von Offshore-Windenergie über große Entfernungen zu bewältigen, indem sie Spannungsverluste reduziert und die Netzstabilität gewährleistet.

Bei voller Auslastung wird das Projekt voraussichtlich jährlich mehr als 6,6 Milliarden kWh sauberen Strom ins Netz einspeisen, was einer Einsparung von etwa 1,92 Millionen Tonnen Standardkohle und einer Vermeidung von rund 5,1 Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen entspricht.

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Höhere Energiepreise treiben Inflation – Anleger ziehen sich aus Aktien zurück

08.10.2026

Inflationssorgen und steigende Ölpreise haben Europas wichtigste Aktienmärkte zur Wochenmitte spürbar belastet und zugleich die Monatsbilanz eingetrübt. Der EuroStoxx 50 schloss am Mittwoch 0,81 Prozent tiefer bei 6269,02 Punkten. Im Monatsverlauf verlor der Leitindex der Eurozone 2,4 Prozent und beendete damit eine Serie von fünf Anstiegen in Folge. Der DAX gab um 0,79 Prozent auf 25.199,19 Punkte nach, während der britische FTSE moderat um rund ein Viertel Prozent auf gut 10.600 Zähler nachgab.

Treiber der Risikoaversion waren neue Inflationsdaten aus großen Euroländern. In Deutschland kletterten die Verbraucherpreise im September auf 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit erstmals seit Ende 2023 wieder über die Marke von drei Prozent, nachdem im August noch 2,9 Prozent verzeichnet worden waren. Starke Anstiege der Energiepreise wirkten als Hauptfaktor – eine Entwicklung, die sich nach ersten Angaben auch in Frankreich und Italien widerspiegelt. In Italien kam es zudem zu einem deutlichen Anstieg der Teuerung, was die Sorge nährte, dass der disinflationäre Trend im Euroraum ins Stocken geraten könnte.

Parallel dazu zogen die Ölpreise erneut an. Marktteilnehmer verwiesen auf die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten und mögliche Risiken für die Öllieferungen aus dem Persischen Golf. Berichte, wonach mehrere Tankschiffe in der Straße von Hormuz unter Beschuss geraten sein sollen, verstärkten die Nervosität. Höhere Energiekosten und im Umfeld der Inflationsdaten steigende Anleiherenditen machten Anleger nach Einschätzung von Marktstrategen europaweit selektiver. Ulrich Urbahn, Leiter Multi-Asset-Strategie und Research bei Berenberg, sieht dennoch Chancen für eine Jahresendrallye: Robuste Unternehmensgewinne könnten die Märkte stützen, sofern Firmen ihre Margen und Prognosen behaupten und sowohl Inflation als auch Renditen nicht weiter zulegen.

Im Branchenspektrum fehlten klare Impulse von den Technologiewerten, die nach Vortagesgewinnen überwiegend richtungslos tendierten. Viele Investoren warteten auf die anstehenden Quartalszahlen des US-Speicherchip-Herstellers Micron, die als Gradmesser gelten, ob der Boom rund um Künstliche Intelligenz weiterhin ausreichend im operativen Geschäft der Halbleiterbranche ankommt. Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets warnte, eine Enttäuschung bei Micron könne die zuletzt gewachsene Skepsis gegenüber dem KI-Sektor rasch in neuen Verkaufsdruck umschlagen lassen. Einzelwerte wie BMW im DAX konnten sich diesem Umfeld zwar mit Kursgewinnen entziehen, insgesamt dominierte an den europäischen Börsen jedoch zum Monatsende die Vorsicht.