Sopra Steria ernennt Laura Chaubard zur Leiterin des Geschäftsbereichs Verteidigung, Sicherheit und Raumfahrt

13.07.2026

PARIS, 13. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Laura Chaubard, Absolventin der École Polytechnique, Ingenieurin des Rüstungskorps (Ingénieur général de l'armement) und ehemalige Generaldirektorin der École Polytechnique, übernimmt die Leitung des Geschäftsbereichs Verteidigung, Sicherheit und Raumfahrt bei Sopra Steria. Ihre Ernennung beschleunigt die Souveränitätsagenda der Gruppe – in einer Zeit, in der Europa seine Verteidigungsausgaben erhöht und die Beherrschung kritischer Technologien zu einer Frage der nationalen Sicherheit wird.

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Sopra Steria, ein bedeutendes Unternehmen im europäischen Technologiesektor, gibt die Ernennung von Laura Chaubard zur Leiterin des Geschäftsbereichs Verteidigung, Sicherheit und Raumfahrt mit Wirkung zum 1. September 2026 bekannt; sie wird dementsprechend dem Konzernvorstand beitreten.

Dieser Geschäftsbereich, auf den 2025 13 % des Konzernumsatzes entfielen, bündelt die strategisch wichtigsten Aktivitäten von Sopra Steria im Dienste der Streitkräfte, von Regierungen und wichtiger kritischer Infrastrukturen. Diese Ernennung knüpft an eine bereits bestehende Dynamik an und untermauert das Ziel des Konzerns: ein führender europäischer Partner im Bereich kritischer Systeme zu sein – in einer Zeit, in der technologische Souveränität zu einem zentralen strategischen Thema wird.

Warum gerade jetzt diese Ernennung?

Europa erhöht seine Ausgaben für Verteidigung, Sicherheit und den Zugang zum Weltraum in einem seit dreißig Jahren nicht mehr gesehenen Tempo und bekräftigt seinen Anspruch auf strategische Autonomie. Die Wahl der Akteure, die die kritischen Systeme konzipieren und warten werden – sowie deren Grad an Unabhängigkeit von außereuropäischen Akteuren – wird zu einer zentralen Frage der europäischen Strategie.

Genau hier liegt das Kerngebiet von Sopra Steria. Der Geschäftsbereich Verteidigung, Sicherheit und Weltraum entwirft und integriert die kritischen Systeme von Streitkräften, Sicherheitsdiensten, Weltraumorganisationen und wichtigen sensiblen Infrastrukturen: Kommando, Nachrichtendienst, Cybersicherheit, souveräne Datenverarbeitung, Bodensegmente und Weltraumanwendungen. Dabei stützt sich der Konzern auf bewährte Stärken und strategische Akquisitionen: Insbesondere die CSGroup, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, ist ein anerkannter Integrator kritischer Verteidigungs- und Sicherheitssysteme. Im Mai 2026 schloss der Konzern die Übernahme von Starion und Nexova ab, wodurch seine souveränen, sicheren Kompetenzen in den Bereichen Raumfahrt und Cybersicherheit gestärkt und seine Position als führender europäischer Akteur auf diesen Märkten gefestigt wurden. Vor dem Hintergrund dieses beschleunigten Wachstums wird Laura Chaubard ihre neue Position antreten, gerade zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern sich zum Ziel gesetzt hat, Verteidigung, Sicherheit und Raumfahrt in den kommenden Jahren zu einem seiner Wachstumsmotoren zu machen.

Rajesh Krishnamurthy, CEO von Sopra Steria, sagte: „Ambitionen werden daran gemessen, welche Ressourcen man in sie investiert." Unter […]

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Knappes Votum, weitreichende Folgen: Schweiz dreht Schraube beim Zivildienst an

15.06.2026

Die Schweizer Stimmberechtigten haben einer Verschärfung des Zivildienstgesetzes zugestimmt. Laut definitiven Ergebnissen votierten 52,5 Prozent für die Reform, rund 47,5 Prozent dagegen. Damit setzte sich der Kurs von Bundesrat und Parlament durch, den Zivildienst wieder klar als Ausnahme und nicht als gleichwertige Alternative zum obligatorischen Militärdienst zu definieren. Die Stimmbeteiligung lag mit rund 58 Prozent vergleichsweise hoch; 1'690'343 Personen legten ein Ja in die Urne, 1'531'878 stimmten Nein.

Das Ergebnis offenbart deutliche regionale Bruchlinien. Während viele deutschsprachige Kantone die Reform klar unterstützten – etwa Aargau mit 56,2 Prozent, St. Gallen mit 58,9 Prozent, Graubünden mit 59,3 Prozent und Luzern mit 56,9 Prozent Ja – fiel das Verdikt in der Romandie gespalten aus. Genf, Waadt, Neuenburg und Jura lehnten die Vorlage ab, mit Nein-Anteilen von bis zu gut 60 Prozent im Jura. Basel-Stadt stellte sich ebenfalls gegen die Verschärfung, und der Kanton Zürich kippte nach Auszählung der städtischen Stimmen knapp ins Nein-Lager. Demgegenüber sagten Wallis (57,1 Prozent), Freiburg (50,2 Prozent) und das Tessin (53,9 Prozent) Ja zur Reform.

Kern der Vorlage ist ein Paket von sechs Massnahmen, die den Wechsel aus der Armee in den Zivildienst deutlich unattraktiver machen sollen. Künftig müssen alle, die in den Zivildienst wechseln, mindestens 150 Diensttage leisten – unabhängig davon, wie viele Tage im Militär noch offen wären. Für Unteroffiziere und Offiziere gilt damit neu derselbe Umrechnungsfaktor von 1,5 Zivildiensttagen pro verbleibendem Militärdiensttag wie für einfache Soldaten. Wer alle Armee-Ausbildungstage bereits absolviert hat, kann künftig nicht mehr in den Zivildienst wechseln, um der Schiesspflicht zu entgehen.

Zusätzlich werden der zeitliche Rahmen und die Einsatzmöglichkeiten enger gezogen. Zivildienstleistende müssen ab dem Jahr nach ihrem ersten Einsatz jährlich Dienst leisten, bis alle vorgeschriebenen Tage erfüllt sind. Wer vor oder während der Rekrutenschule ein Gesuch stellt, muss den langen Anfangseinsatz von 180 Tagen bereits im Jahr nach der Zulassung absolvieren. Einsätze, die ein begonnenes Medizinstudium voraussetzen, werden gestrichen – offiziell, weil der Armee medizinisches Personal fehlt. Bürgerliche Parteien werteten das Ja als Bestätigung, dass der Zivildienst eine Ausnahme bleiben solle; die links-grüne Nein-Allianz verweist angesichts des knappen Resultats auf die breite gesellschaftliche Unterstützung für den Zivildienst und kündigt an, weitere Verschärfungen bekämpfen zu wollen.