Rockwell Automation und Center for Automotive Research veröffentlichen neues White Paper zur nächsten Phase der intelligenten Fertigung in der Automobilindustrie

16.06.2026

Fokus auf Bereiche, in denen KI und Automatisierung messbare Vorteile hinsichtlich Betriebszeit, Qualität und Produktionsleistung bei der Automobilfertigung bieten

MILWAUKEE, 16. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK), das weltweit größte Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, hat heute gemeinsam mit dem Center for Automotive Research (CAR) ein neues White Paper veröffentlicht. Der Bericht mit dem Titel Smart Manufacturing in Automotive: Deployment and Impact wurde vom CAR verfasst und basiert auf umfassenden Daten von Rockwell Automation. Er legt detailliert dar, wie künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen (ML) und Automatisierung die Fertigung in der Automobil-, Reifen- und Batterieindustrie neu definieren.

Rockwell Automation and the Center for Automotive Research release new white paper on the next phase of smart manufacturing in automotive

Die Forschung zeigt, dass die Branche in eine neue Phase der Akzeptanz eintritt. Für Hersteller lautet die Frage nicht mehr, ob sie in die intelligente Fertigung investieren sollen, sondern wie schnell und in welchen Bereichen.

Automobilhersteller und Zulieferer arbeiten bereits mit hoch entwickelten Automatisierungslösungen für Karosserie-, Lackier- und Schweißarbeiten. Die Verlagerung erfolgt nun in Bereiche, in denen die Automatisierung bislang schwieriger umzusetzen war, darunter die Elektronikmontage, die Validierung, die Produktionskoordination und die Logistik. Gleichzeitig verbessern KI und ML die vorausschauende Wartung, die Inspektionsgenauigkeit und die Systemleistung über bestehende Betriebsabläufe hinweg.

„Die Branche hat ein starkes Automatisierungsfundament geschaffen. Was sich jetzt ändert, ist die Art, wie Hersteller KI und Daten nutzen, um die wachsende Komplexität zu bewältigen, die Entscheidungsfindung zu verbessern und Wettbewerbsvorteile zu erzielen", sagte Edgar Faler, Principal Mobility Analyst und Strategy Lead beim CAR. „Die agileren Akteure beginnen, messbare Vorteile zu erkennen."

Das White Paper kombiniert CAR-Analysen mit proprietären Daten aus dem 11. jährlichen Bericht zum Stand der intelligenten Fertigung von Rockwell Automation. Hervorgehoben werden die wichtigsten Faktoren für die Beschleunigung von Einführungen:  unter anderem komplexere Produktionsumgebungen, ein anhaltender Garantiedruck, steigende Kosten und zunehmender globaler Wettbewerb. Automatisierung trägt auch dazu bei, Onshoring zu ermöglichen, indem sie eine bezüglich der Kosten wettbewerbsfähige Produktion in angespannten Arbeitsmärkten unterstützt.

Hersteller berichten bereits von messbaren Ergebnissen, darunter bis zu 50 Prozent weniger ungeplante Ausfallzeiten bei ausgewählten Anwendungen, eine um etwa fünf Prozent verbesserte Gesamtanlageneffektivität und eine Steigerung des Durchsatzes um fünf bis sieben Prozent durch Echtzeit-Produktionsanalysen.

„Hersteller werden aufgefordert, mit weniger Mitteln mehr zu erreichen und gleichzeitig eine größere Komplexität zu bewältigen", sagte James Glasson, VP Global Industry – Automotive, Tire & Advanced Mobility bei Rockwell Automation. „Die Kombination aus Automatisierung und KI hilft Teams, Probleme früher zu erkennen, Ausfallzeiten zu reduzieren und die Leistung über Werke hinweg zu verbessern. Der Unterschied liegt nun darin, wie effektiv Unternehmen diese Fähigkeiten skalieren."

Die Ergebnisse deuten auch auf eine wachsende Kluft in der gesamten Branche hin. Unterschiede bei der Einführung führen zu Differenzen bei Qualität, Verfügbarkeit und Produktivität, was sich auf die Lieferantenleistung und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.

Das vollständige White Paper steht hier zur Verfügung: https://www.rockwellautomation.com/de-de/industries/automotive-tire/smart-manufacturing-automotive-whitepaper2.html

Über Rockwell Automation

Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK) ist ein weltweit führender Anbieter von industrieller Automatisierung und digitaler Transformation. Wir verbinden die Kreativität von Menschen mit der Leistungsfähigkeit der Technik, um die Grenzen des menschlich Möglichen zu erweitern und die Welt produktiver und nachhaltiger zu gestalten. Der Firmensitz von Rockwell Automation befindet sich in Milwaukee, Wisconsin, USA. Rockwell Automation beschäftigt etwa 26 000 Mitarbeiter, die Kunden in mehr als 100 Ländern zur Seite stehen. Weitere Informationen zur Umsetzung des Connected Enterprise® in Industrieunternehmen finden Sie unter www.rockwellautomation.com.

Über das Center for Automotive Research

Das Center for Automotive Research (CAR) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Ann Arbor, Michigan. Sie betreibt unabhängige Forschung, bringt Interessenvertreter aus der Branche zusammen und gewährt Einblicke in kritische Themen des Mobilitäts- und Automobilsektors. Die Arbeit des CAR umfasst Fertigung, Technologie, Politik und wirtschaftliche Trends, die die globale Automobilindustrie prägen. Weitere Informationen finden Sie unter www.cargroup.org.

Rockwell Automation logo

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Bundesrat zieht rote Linie im Schulunterricht: Landessprachen werden zur Bundesaufgabe

15.06.2026

Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.

Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.

Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».

Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.

Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.