Reju eröffnet sein erstes US-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Conshohocken, Pennsylvania

01.07.2026

Das Labor baut die wissenschaftlichen Kompetenzen von „Reju" weiter aus und schlägt eine Brücke zwischen Innovation und Lösungen im kommerziellen Maßstab.

PARIS und CONSHOHOCKEN, Pennsylvania, 1. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Reju, das auf die Regeneration von Textil-zu-Textil-Materialien spezialisierte Unternehmen, gab heute bekannt, dass es ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Conshohocken, Pennsylvania, eröffnet hat. Dies ist die erste eigene Forschungseinrichtung des Unternehmens in Nordamerika. Das Labor, das im bestehenden Forschungszentrum „Advanced Materials and Catalysts" von Technip Energy untergebracht ist, wird Reju dabei unterstützen, die Einführung seiner Recyclingtechnologien zu beschleunigen und die Kreislauflösungen der nächsten Generation von Reju weiterzuentwickeln.

Reju opens its first U.S. Research & Development Center in Conshohocken, Pennsylvania, accelerating the path from circular innovation to industrial-scale textile regeneration.

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum markiert den Umzug des Kernforschungsteams von Reju aus dem Almaden Research Center von IBM in San Jose, Kalifornien, wo die Volcat-Depolymerisationstechnologie von Reju – ein katalytisches chemisches Recyclingverfahren, bei dem Polyester in wiederverwertbare Rohstoffe zerlegt wird – erstmals entwickelt wurde.

„Ich freue mich sehr, Teil eines so innovativen Unternehmens zu werden und zu dem Team zu gehören, das diese Technologie zur Industrialisierung vorantreibt und die Infrastruktur für ein echtes Textil-zu-Textil-Recycling aus Alttextilien in großem Maßstab unterstützt", sagte Gregory Breyta, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Reju.

Die Anlage wird sich auf das gesamte Entwicklungsspektrum konzentrieren, von der Machbarkeitsprüfung in der Frühphase bis hin zur Produktion im Kilobereich. Das Projekt wird sich auf das Recycling von Polyester, Lösungen für Mischgewebe und neue Wege in der Kreislaufchemie erstrecken und so eine schnelle Iteration ermöglichen sowie Rejus Weg vom Konzept zur industriellen Umsetzung beschleunigen. Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum wird die Entwicklung und Validierung von Technologien unterstützen, die in den künftigen Regeneration Hubs von Reju zum Einsatz kommen sollen.

Durch die Ansiedlung der Einrichtung innerhalb der bestehenden Forschungsinfrastruktur von Technip Energies profitiert Reju vom direkten Zugang zum jahrzehntelangen Know-how von Technip Energies in den Bereichen Katalyse, Prozessentwicklung, Technologieintegration und industrielle Skalierung.

Die Einrichtung des Forschungs- und Entwicklungszentrums ist Teil der übergeordneten Strategie von Reju, ein geschlossener Recycling-Kreislauf aufzubauen, in dem ausrangierte Stoffe und Textilien wieder zu hochwertigen Produkten verarbeitet werden. Das Zentrum wird Teil der wachsenden globalen Infrastruktur von Reju, zu der auch die erste „Textile-to-Textile"-Anlage „Regeneration Hub Zero" in Frankfurt am Main sowie die bereits angekündigten künftigen „Regeneration Hubs" in Sittard (Niederlande), Lacq (Frankreich) und Rochester, New York (USA) gehören.

„Zusammen bilden diese Anlagen eine weltweit reproduzierbare Kreislaufinfrastruktur, die darauf ausgelegt ist, den Textilabfall von heute in die Rohstoffe von morgen zu verwandeln", sagte Breyta.

Informationen zu Reju

Reju ist ein Unternehmen im Bereich der Materialregeneration, das sich auf die Entwicklung innovativer Lösungen zur Aufbereitung von Polyestertextilien und PET-Abfällen aus dem Endverbraucherbereich konzentriert. Als Tochtergesellschaft von Technip Energies nutzt Reju Technologien, die ursprünglich von IBM Research stammen, und verfolgt das Ziel, aus endlichen Ressourcen unendliche Möglichkeiten zu erschließen. Ziel des Unternehmens ist, ein globales Kreislaufsystem für das Textilrecycling zu schaffen, um Polyestertextilien zu regenerieren und in den Kreislauf zurückzuführen. Weitere Informationen finden Sie auf https://www.reju.com/.

Informationen zu Technip Energies

Technip Energies ist ein weltweit tätiges Technologie- und Ingenieurunternehmen. Mit führenden Positionen in den Bereichen LNG, Wasserstoff, Ethylen, nachhaltige Chemie sowie CO2 -Management tragen wir zur Entwicklung wichtiger Märkte wie Energie, Energiederivate, Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft bei. Unsere sich ergänzenden Geschäftsbereiche „Technology, Products and Services" (TPS) und „Project Delivery" setzen Innovationen in skalierbare industrielle Realität um.

Durch Zusammenarbeit und exzellente Umsetzung setzen sich unsere mehr als 18.000 Mitarbeiter in 35 Ländern voll und ganz dafür ein, Wohlstand und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden – für eine Welt, die auf Dauer angelegt ist.

Technip Energies erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von 7,2 Milliarden Euro und ist an der Euronext Paris notiert. Die Gesellschaft verfügt auch über außerbörslich gehandelte American Depositary Receipts.

Weitere Informationen: www.ten.com

Reju Logo.

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AmiGo-Projekt: Autonome Postautos sollen ab 2027 fahrerlos fahren

15.06.2026

Postauto treibt den Einsatz autonomer Fahrzeuge in der Ostschweiz voran und bereitet nach eigenen Angaben Europas grösstes Robo-Taxi-Netz vor. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat dem Unternehmen eine Ausnahmebewilligung erteilt, damit die speziell ausgerüsteten E-Autos im St. Galler Rheintal sowie in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden automatisch verkehren dürfen. Seit dem 1. Juni sind die Fahrzeuge in einem rund 80 Quadratkilometer grossen Gebiet unterwegs – vorerst noch zu Testzwecken und mit Sicherheitsfahrerinnen und -fahrern an Bord.

Herzstück des Projekts ist die Flotte von bis zu 25 sogenannten "AmiGo"-Fahrzeugen, die im Endausbau mit Automatisierungsgrad Level 4 fahren sollen. Postauto kooperiert dafür mit Apollo Go, der Robotaxi-Sparte des chinesischen Technologiekonzerns Baidu. Die Fahrzeuge werden im typischen Postauto-Gelb lackiert und elektrisch betrieben. Während der Testphase dürfen die Sicherheitsfahrer ihre Hände vom Lenkrad nehmen; sie können jedoch jederzeit eingreifen, wenn die Situation es erfordert – etwa an unübersichtlichen Verzweigungen oder bei forsch auftretendem Gegenverkehr.

Im Alltagstest auf einer festgelegten Route in Altstätten (SG) zeigt sich das System laut Projektbeteiligten bereits weitgehend stabil, auch wenn der Fahrkomfort in Kurven noch nicht an einen menschlichen Chauffeur heranreicht. Auffällig ist das sehr defensive Verhalten, etwa vor Fussgängerstreifen, wo das Fahrzeug früh abbremst, selbst wenn sich Personen noch in einiger Entfernung befinden. Gesteuert wird der Betrieb zusätzlich aus einer Leitstelle, in der Operatorinnen und Operatoren die Fahrten überwachen und bei Bedarf aus der Ferne eingreifen können.

Der reguläre Betrieb mit fahrerlosen Fahrzeugen ist ab 2027 vorgesehen. Postauto plant, dass Fahrgäste in der Region ihre autonome Fahrt dann probeweise per App buchen können. Astra-Direktor Jürg Röthlisberger sieht im automatisierten Fahren eine grosse Chance und spricht dem Projekt das Potenzial eines "Gamechangers" zu. Es ist nicht der erste Versuch mit selbstfahrenden Fahrzeugen in der Schweiz, aber nach Umfang und Einsatzgebiet der bislang weitreichendste. Die Technologie soll schrittweise verfeinert und insbesondere für ländliche Regionen erprobt werden, in denen flexible, bedarfsgesteuerte Angebote die bestehende Grunderschliessung ergänzen könnten.