Ozelle stellt O-Cyte 1 auf der ADLM 2026 vor: KI-gestützte Morphologieanalyse mit höherem Durchsatz

30.06.2026

Das bevorstehende weltweite Debüt markiert einen Schritt nach vorn in der KI-gestützten Hämatologie und treibt die 4. Generation der hämatologischen Analyse weiter voran

ANAHEIM, Kalifornien, und FRANKFURT, Deutschland, 30. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Ozelle wird auf der ADLM 2026 in Kalifornien O-Cyte 1, seinen neuesten automatisierten Hämatologieanalysator, vorstellen. O-Cyte 1 feiert auf einer der führenden internationalen Veranstaltungen für Diagnostik und Labormedizin sein weltweites Debüt und markiert damit den jüngsten Meilenstein von Ozelle bei der Weiterentwicklung der 4. Generation der hämatologischen Analyse auf Basis von AI × CBM (Complete Blood Morphology).

Seit Jahrzehnten ist die Zellmorphologie eine der wertvollsten Quellen für Erkenntnisse in der Hämatologie. Dennoch stellt die Einbindung der Morphologie in die routinemäßigen Arbeitsabläufe der Hämatologie, ohne dabei die Produktivität zu beeinträchtigen, nach wie vor eine Herausforderung dar. Die manuelle Mikroskopie ist auf Fachwissen angewiesen, während bildbasierte Ansätze zwar erweitert haben, was Labore erkennen können, sich jedoch nicht immer nahtlos in routinemäßige Hochdurchsatz-Arbeitsabläufe einfügen.

O-Cyte 1 wurde entwickelt, um diese Lücke zu schließen, indem morphologische Analyse, skalierbarer Durchsatz und einfache Abläufe in einem kompakten System vereint werden. Der auf der AI × CBM-Technologie von Ozelle basierende Analysator wandelt Zellbilder in strukturierte morphologische Erkenntnisse um und unterstützt so einen Arbeitsablauf, der über numerische Parameter hinausgeht und auf bildbasierte Befunde sowie eine einheitliche Interpretation setzt.

Ozelle will unveil O-Cyte 1, its newest automated hematology analyzer at ADLM.

Für produktive klinische Workflows entwickelt, O-Cyte 1 unterstützt als eigenständiges Gerät bis zu 60 Tests pro Stunde und durch kaskadierte Erweiterung bis zu 360 Tests pro Stunde. Die kompakte Bauweise, die modulare Architektur, die wartungsarmen Arbeitsabläufe und das servicefreundliche Design sollen Gesundheitsdienstleistern und Laborbetreibern helfen, ihre Effizienz zu steigern und gleichzeitig die betriebliche Komplexität zu verringern.

„O-Cyte 1 spiegelt unsere Vision wider, fortschrittliche morphologische Analysen für alltägliche Arbeitsabläufe in der Hämatologie praktischer, skalierbarer und zugänglicher zu machen", sagte Raymond, Leiter der Nordamerika-Sparte von Ozelle. „Bei der ADLM freuen wir uns darauf, unseren Partnern weltweit zu zeigen, wie sich KI-gestützte Morphologieanalyse in produktivere Arbeitsabläufe in der Hämatologie integrieren lässt."

Auf der ADLM 2026 wird Ozelle O-Cyte 1 zusammen mit seinem Portfolio für die klinische Hämatologie vorstellen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach effizienten und skalierbaren Hämatologielösungen in Nordamerika, Europa, dem Nahen Osten, Südostasien, Indien und darüber hinaus will Ozelle unterschiedliche klinische Einsatzumgebungen mit KI-gestützten Diagnosesystemen unterstützen, die für den Praxisalltag entwickelt wurden.

Besucher und Partner sind herzlich eingeladen, O-Cyte 1 während der ADLM 2026 vom 28. bis 30. Juli am Stand 2517 im Anaheim Convention Center zu erleben. Partner, die nicht persönlich teilnehmen können, sind ebenfalls eingeladen, ein Produktbriefing anzufordern und Möglichkeiten für eine regionale Zusammenarbeit zu erkunden.

Kontakt zu Ozelle

www.ozellemed.com

info@ozellepoct.com

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.