Omio-Umfrage enthüllt: „Interessen stehen im Vordergrund statt Influencer-Marketing" - Nur 5 Prozent der Deutschen zählen Social-Media-Trends zu den Faktoren für ihre nächste Reise

22.06.2026

Persönliche Interessen statt Trends bestimmen die Urlaubsplanung –  Freund:innen und Familie beeinflussen Reiseentscheidungen stärker als Influencer:innen

BERLIN, 22. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Trotz der weit verbreiteten Annahme, dass Social Media Reiseentscheidungen maßgeblich beeinflusst, zeichnen neue Daten ein anderes Bild. Nur 5 Prozent der Deutschen geben an, sich bei der Wahl ihres Urlaubsziels unter anderem an Social-Media-Trends oder aktuell beliebten Inhalten aus sozialen Netzwerken zu orientieren. Stattdessen stellen die meisten ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund – und sind zufriedener, wenn sie das tun.

Das zeigt eine neue Umfrage der multimodalen Buchungsplattform Omio, durchgeführt von YouGov unter 2.096 Menschen in Deutschland, die voraussichtlich eine Urlaubsreise planen.

Reisen ist persönlich

Für die meisten Deutschen richtet sich die Urlaubsplanung weiterhin nach dem, was ihnen persönlich wichtig ist.  70 Prozent sagen, dass persönliche Interessen zu den wichtigsten Faktoren bei der Reiseplanung zählen – noch vor Budgetfragen (51 Prozent) und praktischen Aspekten wie Erreichbarkeit oder Organisation (40 Prozent).

Reisen aus Leidenschaft, nicht für Likes

Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass Urlaub nur selten zur Inszenierung dient. Nur 4 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich unter Druck fühlen, ihre Reise in sozialen Medien zu dokumentieren oder zu teilen. Nur 10 Prozent geben an, ein Reiseziel gewählt zu haben, weil es auf andere besonders beeindruckend oder aufregend wirkt.

Nicht jeder Reisetrend überzeugt

Anstatt Trends einfach zu folgen, wenden sich Reisende bewusst davon ab. 15 Prozent geben an, Reiseziele gemieden zu haben, die ihnen zu überlaufen oder „overhyped" erschienen. 15 Prozent sagen, dass sie gezielt nach weniger bekannten oder weniger besuchten Alternativen suchen. Das deutet auf eine wachsende Vorliebe für bewusstere Reiseentscheidungen hin, mit Fokus auf das Erlebnis statt auf Sichtbarkeit.

Der Feed inspiriert, Freunde sind entscheidend

Auch wenn Social Media eine wichtige Inspirationsquelle bleibt, hat es nur begrenzten Einfluss auf die endgültige Entscheidung. Nur 6 Prozent der Deutschen nennen Influencer:innen oder externe Online-Quellen als relevant für ihre Reiseplanung. 18 Prozent geben an, sich aufgrund von Empfehlungen aus dem Freundes-, Familien- oder Kolleg:innenkreis für ein Reiseziel entschieden zu haben.

Jüngere spüren stärkeren sozialen Druck

Unter Gen Z geben 23 Prozent an, starken sozialen Erwartungen ausgesetzt zu sein – etwa bestimmte Orte zu besuchen oder Reisen zu planen, die sich gut teilen lassen. Bei den Babyboomern liegt dieser Anteil bei lediglich 2 Prozent.



Veronica Diquattro, President B2C & Supply bei Omio, sagt:

„Reisen ist einer der Bereiche, in denen sich Menschen zunehmend gegen den Druck stellen, Trends zu folgen und sich anzupassen. Unsere Daten zeigen, dass die Mehrheit der Reisenden nicht versucht, mit dem Online-Hype Schritt zu halten, sondern Reisen bevorzugt, die wirklich zu den eigenen Bedürfnissen passen. Social Media kann zwar Inspiration liefern, doch letztlich sind es persönliche Interessen und Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld, die Reiseentscheidungen bestimmen. Genau hier schaffen Plattformen wie Omio Mehrwert, indem sie Menschen dabei helfen, aus ihrer Inspiration die richtige Reise für sich zu finden."

Über die Studie

Die Daten dieser Umfrage basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov-Panels, die zuvor ihrer Teilnahme zugestimmt hatten. Zwischen dem 8. und 11. April 2026 wurden insgesamt 7.567 Personen in Deutschland, Spanien, Italien, dem Vereinigten Königreich und den USA befragt, darunter 2.096 Befragte aus Deutschland. Die Stichprobe wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die in den jeweiligen Ländern lebende Bevölkerung.

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Hormus-Blockade vor möglichem Ende – Branche bleibt dennoch skeptisch

15.06.2026

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs sorgt in der Handelsschifffahrt für vorsichtige Erleichterung. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seepassagen für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handel. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar ist die Meerenge weitgehend blockiert, zahlreiche Handelsschiffe sitzen im Persischen Golf fest. Nun soll die Passage nach der geplanten Unterzeichnung des Abkommens wieder geöffnet werden.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Straße von Hormus nach dem Abschluss der Vereinbarung wieder für den Verkehr freigegeben werden solle. Die Unterzeichnung ist für Freitag in Genf vorgesehen. Für die deutsche Handelsschifffahrt wäre dies ein entscheidender Schritt zur Normalisierung. „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Zugleich mahnte er, es müsse sich erst zeigen, ob die Passage dauerhaft sicher befahrbar sein werde. Man sei „vorsichtig optimistisch“.

Die Branche hat allen Grund, auf rasche Entspannung zu hoffen. Nach Angaben des VDR sitzen aktuell noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Die Blockade der Meerenge trifft nicht nur die Reedereien, sondern bremst den globalen Energiehandel. Die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) begrüßte die Einigung ausdrücklich. Seit Ausbruch des Konflikts wurden der IMO zufolge 46 Angriffe auf Handelsschiffe in der Region bestätigt, bei denen 14 Seeleute ums Leben kamen.

Trotz der diplomatischen Fortschritte sehen Branchenverbände die Lage in der Region weiter kritisch. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage in der Straße von Hormus auch nach Bekanntwerden des Rahmenabkommens als instabil. Eine Durchfahrt bleibe sehr riskant, heißt es aus dem Verband. Für Reeder und Charterer stellt sich damit die Frage, wie schnell und in welchem Umfang sie ihre Routen wieder über die Meerenge führen können – oder ob Ausweichrouten zumindest mittelfristig bestehen bleiben müssen.

Für den Moment überwiegt in der Schifffahrt die Hoffnung, dass die geplante Vereinbarung in Genf die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entspannung an einem der neuralgischsten Punkte des globalen Seehandels schafft. Ob und wie schnell sich die Zahl der festliegenden Schiffe reduziert und sich die Risikoeinschätzungen der Versicherer und Verbände anpassen, dürfte entscheidend dafür sein, wann sich der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder weitgehend normalisiert.