Neuer Bericht von Rockwell Automation: 90 % der Life-Sciences-Hersteller stufen digitale Transformation mittlerweile als geschäftsentscheidend ein

01.10.2026

Neue Studie zeigt, dass Fertigungsunternehmen in vernetzte Daten, Cybersicherheit und KI investieren, um Qualität zu verbessern, Einhaltung von Vorgaben zu optimieren und Betriebsleistung zu steigern

MILWAUKEE, 1. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK), der weltweit führende Anbieter für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, hat heute den Branchenbericht „Das neue Betriebsmodell für die Life-Sciences-Fertigung: Von Compliance zu kontinuierlicher Bereitschaft" veröffentlicht. Er basiert auf Beiträgen von Entscheidungsträgern aus der Herstellung sowie für industrielle Prozesse im Life-Sciences-Sektor. In dem neuen Bericht wird untersucht, wie Hersteller digitale Grundlagen schaffen, um in einer sich schnell wandelnden Branche Schritt zu halten.

90% of Life Sciences Manufacturers Say Digital Transformation Is Now Business-Critical, According to New Rockwell Automation Report

Laut der Studie zum Stand der intelligenten Fertigung von Rockwell Automation halten 90 % der Life-Sciences-Hersteller die digitale Transformation für notwendig. 58 % haben Technologien zur intelligenten Fertigung in großem Umfang oder in Teilen ihres Betriebs eingeführt.

Da Hersteller ihre Modernisierung fortsetzen, betont der Bericht, wie vernetzte Daten, Cybersicherheit und validierte KI-Anwendungen dazu beitragen können, die Transparenz zu verbessern, Qualitätsprozesse zu stärken und die kontinuierliche Bereitschaft zu unterstützen.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts:

  • Technologie-Investitionen sind an Geschäftsergebnisse geknüpft, nicht nur an Leistungsfähigkeit: KI und maschinelles Lernen (46 %), Prozessautomatisierung (44 %) und Cybersicherheit (39 %) sind die Technologien, von denen sich Life-Sciences-Hersteller die bedeutendsten Geschäftsergebnisse versprechen. Hersteller priorisieren entsprechende Investitionen, um die Qualität zu verbessern (43 %), die Betriebsabläufe zu digitalisieren (36 %) und Risiken zu reduzieren (35 %).

     
  • Die Einführung von KI-Technologien erfolgt schneller als die Aufbereitung der Datenbasis: Von den Fertigungsunternehmen, die KI bereits einsetzen, planen 64 %, deren Nutzung innerhalb des nächsten Jahres auszuweiten. 49 % gehen davon aus, ihre Investitionen in den nächsten fünf Jahren zu erhöhen. Allerdings geben nur 32 % an, dass sie mehr als die Hälfte der von ihnen gesammelten Daten effektiv nutzen.

     
  • Cybersicherheit hat sich zu einer Lebenszyklusanforderung entwickelt: 54 % der Life-Sciences-Organisationen verzeichneten im vergangenen Jahr mindestens einen Cyberangriff, wobei die größte Gefahr von IT-Systemen und Unternehmensnetzwerken (41 %), dezentralem Zugriff und vernetzten Geräten (33 %) sowie IT-/OT-Integrationspunkten (29 %) ausging.

„Hersteller haben die Einhaltung von Vorschriften früher als ein Projekt angesehen – etwas, für das sie sich vorbereitet haben", sagte Matt Weaver, Vice President, Global Industry – Life Sciences, Rockwell Automation. „Nun muss sie als tägliche Disziplin betrachtet werden, die in den Anlagenbetrieb integriert ist. Die Unternehmen, die heute ihre Daten vernetzen, ihre Systeme absichern und KI-Bereitstellungen validieren, sind diejenigen, die am besten auf künftige regulatorische oder marktspezifische Anforderungen vorbereitet sein werden."

In dem Bericht werden zudem sieben Maßnahmen erläutert, die Life-Sciences-Hersteller ergreifen können, um eine Grundlage für kontinuierliche Bereitschaft aufzubauen, darunter Evidenzmanagement, Cyber-Ausfallsicherheit, Industrial Data Operations, definierte KI-Anwendungsfälle und KI-Governance. Lesen Sie HIER den vollständigen Bericht „Das neue Betriebsmodell für die Life-Sciences-Fertigung: Von Compliance zu kontinuierlicher Bereitschaft".

Häufig gestellte Fragen:

Was ist kontinuierliche Bereitschaft?

Kontinuierliche Bereitschaft ist die Fähigkeit einer Organisation, Echtzeit-Betriebstransparenz, Datenintegrität und validierte Kontrolle über vernetzte Systeme hinweg aufrechtzuerhalten, um sich nahtlos an regulatorische Änderungen anzupassen, die digitale Transformation zu skalieren und die Leistung fortwährend zu steigern.

Wie können Life-Sciences-Hersteller mehr Nutzen aus ihren digitalen Investitionen ziehen?

Hersteller in der Life-Science-Branche können durch die Verknüpfung von Daten, Systemen und Arbeitsabläufen über Produktions-, Qualitäts-, Engineering- und Geschäftsfunktionen hinweg mehr Wert aus digitalen Investitionen schöpfen. Dies schafft eine größere Transparenz über Betriebsabläufe hinweg, unterstützt eine schnellere Entscheidungsfindung und bildet eine bewährte Grundlage für fortschrittliche Funktionen wie KI, vorausschauende Analysen und Programme zur kontinuierlichen Verbesserung.

Wie wird KI von Life-Sciences-Herstellern eingesetzt?

Laut der Studie planen Hersteller aus dem Life-Sciences-Bereich, in den nächsten 12 Monaten KI und maschinelles Lernen einzusetzen, um die Qualitätskontrolle (50 %), die Cybersicherheit (45 %) und die Prozessoptimierung (44 %) zu verbessern.

Methodik

Die in diesem Bericht aufgeführten Daten basieren auf den Antworten von 104 Managern und Führungskräften, die für Life-Sciences-Hersteller, Maschinen- und Anlagenbauer (Original Equiment Manufacturers, OEMs), Systemintegratoren und EPC-Unternehmen (Engineering, Procurement und Construction) in 16 Ländern tätig sind. Der Bericht ist Teil des 11. Jährlichen Berichts zum Stand der intelligenten Fertigung von Rockwell Automation, für den 1560 Entscheidungsträger aus verschiedenen Branchen befragt wurden und der in Zusammenarbeit von Sapio Research und Rockwell Automation entstand. 

Über Rockwell Automation

Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK) ist ein weltweit führender Anbieter für industrielle Automatisierung und digitale Transformation. Wir verbinden die Kreativität von Menschen mit der Leistungsfähigkeit von Technologie, um die Grenzen des menschlich Möglichen zu verschieben und die Welt produktiver und nachhaltiger zu gestalten. Der Firmensitz von Rockwell Automation befindet sich in Milwaukee, Wisconsin, USA. Rockwell Automation beschäftigt etwa 26 000 Mitarbeiter, die Kunden in mehr als 100 Ländern zur Seite stehen (Stand: Ende Fiskaljahr 2025). Weitere Informationen zur Umsetzung des Connected Enterprise® in Industrieunternehmen finden Sie unter www.rockwellautomation.com.

Rockwell Automation logo

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Restrukturierung, Stellenabbau, Übernahme: Rieter vollzieht Personalwende im Top-Management

08.10.2026

Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.

Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.

Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.

Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.