Das F.A.Z. Institut und Cision Germany zeichnen Oliver Zipse sowie das Kommunikationsteam unter Leitung von Maximilian Schöberl für die außergewöhnlich stabile CEO-Kommunikation und strategische Unternehmenspositionierung in volatilen Zeiten aus. Schöberl erhält die Auszeichnung damit bereits zum zweiten Mal für die BMW Group.
FRANKFURT, Deutschland, 8. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Mit dem „Deutschen Image Award" werden in diesem Jahr Oliver Zipse, bis Mai 2026 Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, und das Kommunikationsteam unter Leitung von Maximilian Schöberl ausgezeichnet. Damit werden die außergewöhnlich stabile und konsistente CEO-Kommunikation sowie die strategisch überzeugende Positionierung des Unternehmens in einem herausfordernden Marktumfeld gewürdigt.

Oliver Zipse stand seit August 2019 an der Spitze der BMW AG. Der studierte Maschinenbauingenieur (TU Darmstadt) begann seine Karriere 1991 bei BMW und durchlief Führungspositionen in Entwicklung, Produktion und Produktionsplanung. Als Produktionsvorstand verantwortete er von 2015 bis 2019 das Produktionsnetzwerk mit mehr als 30 Standorten weltweit. Als Vorstandsvorsitzender lenkte er die strategische Ausrichtung des Konzerns mit klarem Fokus auf Technologieoffenheit, Premiumpositionierung und nachhaltige Profitabilität. Trotz massiver Umbrüche in der Automobilindustrie, darunter Elektrifizierung, Zollkonflikte und geopolitische Spannungen, hielt er einen konsequenten Kurs und kommunizierte diesen verlässlich und souverän.
„Oliver Zipse überzeugt durch eine stabile CEO-Kommunikation, die die Unternehmensstrategie nachvollziehbar vermittelt und eng am operativen Markenkern bleibt", sagt Thomas Leitner, Vice President & Managing Director Central Europe bei Cision. Zipse übergab sein Amt im Mai 2026 nach insgesamt 35 Jahren im Unternehmen planmäßig. Die Medienanalyse des Awards erfasst den Zeitraum April 2025 bis März 2026 und damit sein finales Amtsjahr.
Die Jury hob besonders hervor: Wenngleich die Medien zum Ende seiner Amtszeit verstärkt auf den CEO schauten, setzte Zipse weiter eigene Themen. Er lieferte realistische und wirksame Narrative, die auch in schweren Zeiten von Zuversicht und Zukunftsorientierung geprägt waren. „Die Performance hat zuletzt besonders begeistert, doch das wirkte nicht situationsgetrieben, sondern wie das Ergebnis einer integrierten Kommunikationsstrategie, die Marketing, Konzernbotschaften und Themenführung zusammenhält", so Leitner.
„Gerade im Krisenumfeld agierte Zipse verlässlich und schaffte Sicherheit in der öffentlichen Wahrnehmung", ergänzt Gregor Vischer, Geschäftsführer des F.A.Z. Instituts. „Zudem zeigte er an entscheidenden Stellen Haltung, etwa bei politischer Einordnung, Technologieoffenheit, Zollthemen und ESG, und ging dort mutig voran, wo es notwendig war."
Verantwortlich für die strategische Kommunikationsarbeit der BMW AG ist seit September 2006 Maximilian Schöberl. Bereits 2010 wurde ihm der „Deutsche Image Award" gemeinsam mit dem damaligen CEO Dr. Norbert Reithofer verliehen.
Zum „Deutschen Image Award"
Der „Deutsche Image Award" wird seit 2002 vom F.A.Z. Institut und Cision Germany verliehen. Der Preis geht an die Unternehmensleitung mit dem besten internationalen Medienimage für exzellente Managementleistung sowie an die verantwortliche Kommunikationsleitung für die erfolgreiche und überzeugende kommunikative Positionierung.
Verfahren
Die Gewinnerinnen und Gewinner des „Deutschen Image Awards" werden jedes Jahr in einem zweistufigen Verfahren ermittelt. Zunächst führt Cision Germany im Auftrag des F.A.Z. Instituts eine wissenschaftliche Medieninhaltsanalyse durch. Untersucht werden deutsche und internationale Meinungsführermedien auf Sichtbarkeit, Tonalität und strategische Positionierung der CEOs im Jahresverlauf.
Im zweiten Schritt bewertet eine hochkarätige Fachjury aus Kommunikationswissenschaft, Unternehmenspraxis und Medien die Daten und entscheidet über die Preisträgerinnen und Preisträger.
Der „Deutsche Image Award" wird im Rahmen des „19. Deutschen Marken-Summit" am 22. September 2026 im F.A.Z. Tower in Frankfurt überreicht. Anmeldungen zur Veranstaltung sind über www.marken-summit.de möglich.
Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger
Der Jury gehören an:
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Gregor Vischer
F.A.Z. Institut
Pariser Straße 1
60486 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (172) 20 89 207
E-Mail: g.vischer@faz-institut.de
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Die Schweiz stimmt an diesem Wochenende über eine der umstrittensten Initiativen der vergangenen Jahre ab: „Keine 10-Millionen-Schweiz!“. Der Vorstoß der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), auch bekannt als Schweizerische Volkspartei oder Swiss People's Party, sieht vor, die ständige Wohnbevölkerung des Landes bis 2050 auf maximal zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Nach ersten Hochrechnungen tendieren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu, die Initiative abzulehnen – ein Ergebnis, das im Vorfeld keineswegs sicher schien.
Die Initiative, die in der Verfassung verankert werden soll, würde den Bund verpflichten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen erreicht. Die Schweiz zählte Ende 2025 bereits gut 9,1 Millionen Einwohner – rund 1,7 Millionen mehr als 2002. Haupttreiber des Wachstums ist die Zuwanderung. Rund 28% der im Land lebenden Menschen besitzen keinen Schweizer Pass. Viele stammen aus EU-Staaten wie Italien, Deutschland und Portugal, hinzu kommen Personen aus Drittstaaten, darunter Asylsuchende.
Unterstützer der Initiative argumentieren, das Land stoße an seine Belastungsgrenzen. Sie verweisen auf steigende Mieten, überlastete Verkehrswege, Staus sowie eine als problematisch wahrgenommene Entwicklung bei Gewalt und Kriminalität, die sie mit einer höheren Zuwanderung verknüpfen. Ziel sei es laut Kampagnenmotto, „zu bewahren, was wir lieben“. Die SVP wirbt mit auffälligen Aufklebern, Fahnen und Plakaten in Nationalfarben, um eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums als Schutz der Lebensqualität zu präsentieren.
Gegen die Initiative stellen sich der Bundesrat, das Parlament, die Kantone sowie die meisten übrigen großen Parteien, gestützt von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Sie warnen, ein starres Bevölkerungs- und damit faktisches Zuwanderungslimit könne den bereits bestehenden Arbeitskräftemangel verschärfen. Laut Bundesamt für Statistik waren im ersten Quartal 2026 rund 1,87 Millionen ausländische Erwerbstätige in der Schweiz beschäftigt. Etwa vier von fünf kamen aus EU- oder EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich, der Rest aus Drittstaaten. Viele arbeiten in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bau und Gastgewerbe – Sektoren, die stark auf Personal aus dem Ausland angewiesen sind.
Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Verhältnis zur Europäischen Union. Die Initiative sieht vor, dass die Schweiz in letzter Konsequenz das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen müsste, sollte die Obergrenze sonst nicht zu halten sein. Gegner befürchten, dies könnte die bilateralen Beziehungen und den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt belasten. Befürworter halten dem entgegen, nur mit klaren quantitativen Vorgaben lasse sich der Druck auf Wohnungsmarkt, Infrastruktur und öffentliche Dienste nachhaltig begrenzen.
Parallel zur Abstimmung über die 10-Millionen-Grenze entscheiden die Stimmberechtigten auch über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Im Fokus der innenpolitischen Debatte steht jedoch vor allem die Frage, wie die Schweiz Wachstum, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt künftig austarieren will. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte zwar die Initiative selbst klären, die Grundsatzdiskussion über Zuwanderung, Arbeitskräftebedarf und Lebensqualität in der Alpenrepublik jedoch kaum beenden.