Das DragonFly™-System von Valgen Medtech erhält EU-Zulassung für die Indikation FMR

25.06.2026

FRANKFURT, Deutschland und HANGZHOU, China, 25. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Valgen Medtech gab kürzlich bekannt, dass sein firmeneigenes Transkatheter-Mitralklappenreparatursystem „DragonFly™" in der Europäischen Union die CE-Kennzeichnung für die Behandlung der funktionellen Mitralklappeninsuffizienz (FMR) erhalten hat.

Nach der EU-Zulassung für die degenerative Mitralklappeninsuffizienz (DMR) im April 2025 ist das DragonFly™-System mit dieser jüngsten Zulassung nun das erste aus China stammende Transkatheter-System zur Mitralklappenreparatur, das die EU-Zulassung sowohl für die Indikation DMR als auch für die Indikation FMR erhalten hat.

DragonFly™ Transcatheter Mitral Valve Repair System

Sich weiterentwickelnde internationale klinische Leitlinien und Konsensempfehlungen

Die Mitralklappeninsuffizienz (MR) ist weltweit eine der häufigsten Herzklappenerkrankungen. Die FMR, die häufig bei Patienten mit Herzinsuffizienz auftritt, stellt in der klinischen Praxis nach wie vor eine besonders komplexe Erkrankung dar. In den letzten Jahren hat sich ein zunehmender internationaler Konsens hinsichtlich der optimalen Behandlungsstrategien für diese Erkrankung herausgebildet:

  • Empfehlung der Klasse I in den europäischen Leitlinien: Im Jahr 2025 haben die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und die Europäische Vereinigung für Herz-Thorax-Chirurgie (EACTS) ihre Leitlinien gemeinsam aktualisiert und die transkathetergestützte Edge-to-Edge-Reparatur (TEER) zur Behandlung ausgewählter Patienten mit ventrikulärer funktioneller Mitralklappeninsuffizienz (vFMR) in eine Empfehlung der Klasse I hochgestuft, was die höchste Empfehlungsstufe darstellt.
  • Im Konsenspapier für den asiatisch-pazifischen Raum wurde ein klarer Behandlungsablauf festgelegt: Im April 2026 veröffentlichte die Asia Pacific Society of Cardiology (APSC) eine Konsenserklärung im JACC: Asia, das einen standardisierten Behandlungsablauf und eine langfristige Behandlungsstrategie für symptomatische Patienten mit mittelschwerer bis schwerer oder fortgeschrittener FMR bietet, die für eine TEER-Therapie in Frage kommen.

Fundierte globale klinische Erkenntnisse

Das DragonFly™-System stützt sich auf umfangreiche klinische Belege, die im Rahmen einer Reihe von multizentrischen Studien in Asien, Europa und anderen Regionen weltweit gewonnen wurden, darunter die zulassungsrelevanten Studien DragonFly-DMR, DragonFly-FMR und DragonFly-EU. Die Ergebnisse der einjährigen Nachbeobachtungsphase der EU-Zulassungsstudie „DragonFly–DMR", die von Valgen Medtech auf der CSI Frankfurt 2026 vorgestellt wurden, zeigten ein günstiges Sicherheitsprofil, eine gute Haltbarkeit und eine gute klinische Leistung bei älteren Patienten mit schwerer DMR, die einem hohen Operationsrisiko ausgesetzt waren:

  • Anhaltende MR-Reduktion: Bei der einjährigen Nachuntersuchung im Rahmen der Studie behielten 100 % der Patienten einen MR-Schweregrad von ≤2+ (mäßig oder geringer) bei.
  • Starkes Ergebnis hinsichtlich der primären Wirksamkeit: Der zusammengesetzte primäre Wirksamkeitsendpunkt bei ein Jahr– definiert als Freiheit von Mortalität jeglicher Ursache, Mitralklappen-Reintervention und MR >2+ – wurde bei 86,7 % der Patienten erreicht.
  • Hohe Erfolgsquote bei Eingriffen: Sowohl die Erfolgsrate bei der Implantation des Geräts als auch die Erfolgsrate des Eingriffs lagen bei 97,4 %, während 66,7 % der Patienten lediglich einen einzigen Clip benötigten.
  • Anhaltende Verbesserung des Funktionsstatus: 30 Tage nach dem Eingriff hatten sich 100 % der Patienten auf die New York Heart Association (NYHA)-Klasse I oder II verbessert und konnten diese Ergebnisse über ein Jahr Nachbeobachtungszeit hinweg aufrechterhalten. Die Ergebnisse zeigten zudem eine günstige kardiale Reverse-Remodellierung.

Bis heute hat DragonFly™ in 15 Ländern und Regionen behördliche Zulassungen erhalten, und der routinemäßige klinische Einsatz sowie die kommerzielle Einführung sind in wichtigen internationalen Märkten, darunter Lateinamerika und Südostasien, bereits im Gange. Valgen Medtech setzt sich weiterhin für Innovationen ein, die sich an den klinischen Bedürfnissen orientieren, und erweitert damit den Zugang zu sicheren, wirksamen und minimalinvasiven Behandlungsmöglichkeiten für Patienten weltweit.

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Zuwanderung, Wohnungsnot, Arbeitskräfte: Schweiz stimmt über Bevölkerungslimit ab

15.06.2026

Die Schweiz stimmt an diesem Wochenende über eine der umstrittensten Initiativen der vergangenen Jahre ab: „Keine 10-Millionen-Schweiz!“. Der Vorstoß der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), auch bekannt als Schweizerische Volkspartei oder Swiss People's Party, sieht vor, die ständige Wohnbevölkerung des Landes bis 2050 auf maximal zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Nach ersten Hochrechnungen tendieren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu, die Initiative abzulehnen – ein Ergebnis, das im Vorfeld keineswegs sicher schien.

Die Initiative, die in der Verfassung verankert werden soll, würde den Bund verpflichten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen erreicht. Die Schweiz zählte Ende 2025 bereits gut 9,1 Millionen Einwohner – rund 1,7 Millionen mehr als 2002. Haupttreiber des Wachstums ist die Zuwanderung. Rund 28% der im Land lebenden Menschen besitzen keinen Schweizer Pass. Viele stammen aus EU-Staaten wie Italien, Deutschland und Portugal, hinzu kommen Personen aus Drittstaaten, darunter Asylsuchende.

Unterstützer der Initiative argumentieren, das Land stoße an seine Belastungsgrenzen. Sie verweisen auf steigende Mieten, überlastete Verkehrswege, Staus sowie eine als problematisch wahrgenommene Entwicklung bei Gewalt und Kriminalität, die sie mit einer höheren Zuwanderung verknüpfen. Ziel sei es laut Kampagnenmotto, „zu bewahren, was wir lieben“. Die SVP wirbt mit auffälligen Aufklebern, Fahnen und Plakaten in Nationalfarben, um eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums als Schutz der Lebensqualität zu präsentieren.

Gegen die Initiative stellen sich der Bundesrat, das Parlament, die Kantone sowie die meisten übrigen großen Parteien, gestützt von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Sie warnen, ein starres Bevölkerungs- und damit faktisches Zuwanderungslimit könne den bereits bestehenden Arbeitskräftemangel verschärfen. Laut Bundesamt für Statistik waren im ersten Quartal 2026 rund 1,87 Millionen ausländische Erwerbstätige in der Schweiz beschäftigt. Etwa vier von fünf kamen aus EU- oder EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich, der Rest aus Drittstaaten. Viele arbeiten in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bau und Gastgewerbe – Sektoren, die stark auf Personal aus dem Ausland angewiesen sind.

Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Verhältnis zur Europäischen Union. Die Initiative sieht vor, dass die Schweiz in letzter Konsequenz das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen müsste, sollte die Obergrenze sonst nicht zu halten sein. Gegner befürchten, dies könnte die bilateralen Beziehungen und den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt belasten. Befürworter halten dem entgegen, nur mit klaren quantitativen Vorgaben lasse sich der Druck auf Wohnungsmarkt, Infrastruktur und öffentliche Dienste nachhaltig begrenzen.

Parallel zur Abstimmung über die 10-Millionen-Grenze entscheiden die Stimmberechtigten auch über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Im Fokus der innenpolitischen Debatte steht jedoch vor allem die Frage, wie die Schweiz Wachstum, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt künftig austarieren will. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte zwar die Initiative selbst klären, die Grundsatzdiskussion über Zuwanderung, Arbeitskräftebedarf und Lebensqualität in der Alpenrepublik jedoch kaum beenden.