Die globale Initiative zielt bis 2030 auf 5 GW AIDC-Kapazität in Wüstenregionen ab und eröffnet damit ein neues Modell für sauberes, skalierbares KI-Wachstum.
PARIS, 19. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Auf der VivaTech 2026 kündigte Envision „Mission Gobi" an, eine globale Initiative zum Aufbau von 5 GW Kapazität für grüne KI-Rechenzentren (AIDC) in Wüsten- und Trockengebieten bis 2030. Die Initiative spiegelt Envisions Vision einer KI-nativen Energieinfrastruktur wider und baut auf den Fähigkeiten des Unternehmens im Bereich AI Power Systems auf, die bereits in großem Maßstab zum Einsatz kommen.
Vor dem Hintergrund der Energiewende in Europa, der Versorgungssicherheit und des steigenden Strombedarfs wies Lei Zhang darauf hin, dass die KI-Revolution einen neuen strukturellen Engpass in den Energiesystemen offenbart.

„Das herkömmliche Stromsystem wurde nicht für das Ausmaß und das Tempo des KI-Zeitalters konzipiert. Mission Gobi bietet einen neuen Ansatz auf Systemebene – mit der Integration erneuerbarer Energien, von Speichern, Netzinfrastruktur und Rechenleistung, um skalierbaren sauberen Strom zu wettbewerbsfähigen Kosten bereitzustellen. Aufbauend auf unseren erfolgreichen Partnerschaften in Europa sind wir davon überzeugt, dass dies Europas KI-Wachstum, Energiesicherheit und Transformation zu sauberer Energie unterstützen kann", sagte Lei Zhang.
„Wichtig ist, dass Mission Gobi als übertragbare Blaupause konzipiert ist. Die Erschließung von nur 1 % der weltweiten Wüsten- und Gobi-Regionen könnte Rechenkapazitäten im Terawatt-Bereich zu äußerst wettbewerbsfähigen Kosten ermöglichen und so dazu beitragen, den weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur zu beschleunigen."

Envision hat bereits damit begonnen, AI Power Systems in großem Maßstab einzusetzen. In Chifeng, China, betreibt das Unternehmen das weltweit erste KI-Rechenzentrum, das vollständig mit direkt bezogenem Grünstrom betrieben wird. In Ulanqab entsteht derzeit der Envision Galaxy Campus, das weltweit einzige AIDC im Gigawatt-Maßstab, das mit direkt angebundener erneuerbarer Energie versorgt wird.
Da Länder sowohl ihre Führungsrolle im Bereich KI als auch ihre Energiesicherheit stärken wollen, ist Envision davon überzeugt, dass KI-native Stromsysteme eine neue Ära nachhaltigen Wachstums einläuten können.
Im Rahmen von Mission Gobi wird das Unternehmen weltweit mit Regierungen, Versorgungsunternehmen, Technologieunternehmen, Infrastrukturinvestoren und lokalen Partnern zusammenarbeiten, um den Ausbau sauberer, intelligenter, flexibler und bezahlbarer Stromsysteme voranzutreiben.
Mission Gobi ist mehr als ein Projekt. Sie ist eine Blaupause für die Energieversorgung des Zeitalters der Intelligenz.
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/da-ki-das-stromnetz-stark-belastet-startet-envision-auf-der-vivatech-2026-mission-gobi-302805185.html
Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.
Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.
Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.
Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.