HAVERHILL, England, 6. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Codis, ein weltweit tätiges Auftragsentwicklungs- und Produktionsunternehmen (CDMO), das sich auf Sprühtrocknung, amorphe Feststoffdispersionen (ASDs) und fortschrittliche Lösungen im Bereich der Partikeltechnik spezialisiert hat, gab heute eine Vereinbarung mit Catalent Pharma Solutions („Catalent") über den Erwerb des Catalent-Standorts in Nottingham, Großbritannien, bekannt. Die Übernahme, die vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen wird, wird die Kapazitäten in den Bereichen Entwicklung und Produktion oraler Festdosierungen (OSD) im kleinen Maßstab erweitern und Europas führendes Komplettangebot aus einer Hand für integrierte Sprühtrocknungslösungen schaffen – von der Entwicklung über die klinische Versorgung und kommerzielle Zwischenprodukte bis hin zu den endgültigen oralen Darreichungsformen.

Der Standort in Nottingham verfügt über ein äußerst erfahrenes Team und fundiertes wissenschaftliches Fachwissen in den Bereichen Formulierungsentwicklung und klinische Versorgung und liefert seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich Sprühtrocknungs- und OSD-Lösungen im Entwicklungsmaßstab. Codis freut sich sehr, das Team aus Nottingham in der Organisation willkommen zu heißen.
Diese Übernahme wird die großtechnische Sprühtrocknungsanlage von Codis in Haverhill (Großbritannien) strategisch ergänzen, die derzeit erheblich erweitert wird. Dort soll ein neuer kommerzieller Sprühtrockner vom Typ GEA Pharma-SD® PSD-4 installiert werden, dessen Validierung für das Jahr 2027 vorgesehen ist. Zudem wird dies das derzeitige Portfolio von Codis an Lösungen zur Verbesserung der Bioverfügbarkeit erweitern, da an diesem Standort die Entwicklung, die Analytik sowie die klinische und kommerzielle Produktion im kleinen Maßstab unter einem Dach vereint sind.
„Diese strategische Übernahme wird Codis weiter als führenden europäischen Anbieter umfassender Sprühtrocknungslösungen etablieren", sagte Nicolas Fortin, CEO von Codis. „Die unmittelbare Nähe unserer Standorte in Nottingham und Haverhill bietet einen einzigartigen Vorteil. Codis bietet nun Zugang zu bester wissenschaftlicher Expertise in Verbindung mit einer starken, integrierten Produktionskapazität innerhalb einer einzigen Organisation und eines einzigen Qualitätssystems."
Herr Fortin merkte an: „Die meisten kleinmolekularen Wirkstoffkandidaten weisen eine schlechte Löslichkeit auf, und sprühgetrocknete Dispersionen haben sich zu einem der wichtigsten Ansätze zur Verbesserung der Bioverfügbarkeit entwickelt. Dennoch bleibt einer der größten Entwicklungsrisiken der Übergang von der Formulierung zur Produktion im kommerziellen Maßstab. Durch die Zusammenführung von Formulierungsentwicklung und GMP-konformer Herstellung bieten wir den schnellsten und risikoärmsten Weg, um das volle Potenzial eines Moleküls auszuschöpfen."
Über Codis
Codis ist ein weltweit tätiger CDMO-Anbieter, der sich auf kommerzielles Sprühtrocknen, amorphe Feststoffdispersionen, Partikeltechnik und die Herstellung von Fertigarzneimitteln für die Bereiche Pharmazie, Verbrauchergesundheit, Nutrazeutika und rezeptfreie Arzneimittel spezialisiert hat. Mit cGMP-konformen Produktionsanlagen auf einer Fläche von mehr als 400.000 Quadratfuß in St. Louis (Missouri), Seymour (Indiana) und Haverhill (Großbritannien) vereint Codis jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Zulassungsvorschriften sowie seine Stärken in den Bereichen Entwicklung und Fertigung unter einer Marke. Weitere Informationen finden Sie unter www.codis.com und.
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Postauto treibt den Einsatz autonomer Fahrzeuge in der Ostschweiz voran und bereitet nach eigenen Angaben Europas grösstes Robo-Taxi-Netz vor. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat dem Unternehmen eine Ausnahmebewilligung erteilt, damit die speziell ausgerüsteten E-Autos im St. Galler Rheintal sowie in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden automatisch verkehren dürfen. Seit dem 1. Juni sind die Fahrzeuge in einem rund 80 Quadratkilometer grossen Gebiet unterwegs – vorerst noch zu Testzwecken und mit Sicherheitsfahrerinnen und -fahrern an Bord.
Herzstück des Projekts ist die Flotte von bis zu 25 sogenannten "AmiGo"-Fahrzeugen, die im Endausbau mit Automatisierungsgrad Level 4 fahren sollen. Postauto kooperiert dafür mit Apollo Go, der Robotaxi-Sparte des chinesischen Technologiekonzerns Baidu. Die Fahrzeuge werden im typischen Postauto-Gelb lackiert und elektrisch betrieben. Während der Testphase dürfen die Sicherheitsfahrer ihre Hände vom Lenkrad nehmen; sie können jedoch jederzeit eingreifen, wenn die Situation es erfordert – etwa an unübersichtlichen Verzweigungen oder bei forsch auftretendem Gegenverkehr.
Im Alltagstest auf einer festgelegten Route in Altstätten (SG) zeigt sich das System laut Projektbeteiligten bereits weitgehend stabil, auch wenn der Fahrkomfort in Kurven noch nicht an einen menschlichen Chauffeur heranreicht. Auffällig ist das sehr defensive Verhalten, etwa vor Fussgängerstreifen, wo das Fahrzeug früh abbremst, selbst wenn sich Personen noch in einiger Entfernung befinden. Gesteuert wird der Betrieb zusätzlich aus einer Leitstelle, in der Operatorinnen und Operatoren die Fahrten überwachen und bei Bedarf aus der Ferne eingreifen können.
Der reguläre Betrieb mit fahrerlosen Fahrzeugen ist ab 2027 vorgesehen. Postauto plant, dass Fahrgäste in der Region ihre autonome Fahrt dann probeweise per App buchen können. Astra-Direktor Jürg Röthlisberger sieht im automatisierten Fahren eine grosse Chance und spricht dem Projekt das Potenzial eines "Gamechangers" zu. Es ist nicht der erste Versuch mit selbstfahrenden Fahrzeugen in der Schweiz, aber nach Umfang und Einsatzgebiet der bislang weitreichendste. Die Technologie soll schrittweise verfeinert und insbesondere für ländliche Regionen erprobt werden, in denen flexible, bedarfsgesteuerte Angebote die bestehende Grunderschliessung ergänzen könnten.